Karte. App. Appetitlich. – Nachhaltig gut Essen in Freiburg

Freiburger Studierende organisieren das Projekt „Cost of Food“. Darunter eine App zu nachhaltigem Konsum in Freiburg.

Nicht nur Freiburger werden bemerkt haben, dass ökologische Ernährung im Trend liegt. Biosupermärkte sprießen aus der Erde, Mütter ermutigen ihre Kinder auf offener Straße zum Verzehr von Gemüse. Relativ selten reicht jedoch der Blick des Verbrauchers über den Tellerrand hinaus. Wie können wir zum Beispiel bis zum Jahr 2050 neun Milliarden Menschen ernähren, ohne dabei die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen aufs Spiel zu setzen? Mit dieser und anderen Fragen haben sich die Studierende des internationalen Masters „Environmental Governance“ sowohl theoretisch, als auch praktisch auseinandergesetzt. Es sollten nicht nur Probleme diskutiert, sondern auch Lösungen angeboten werden. So haben die Studierende etwa eine Broschüre zum Thema „Urban Gardening“ in Freiburg, sowie eine Smartphone App zu nachhaltigem Konsum erstellt.

Die App „mAppetizing Freiburg“ soll als „Kompass“ für eine umweltbewusste und gerechte Ernährung dienen. So führt die App ihre Benutzer etwa zu ausgewählten Cafés, Restaurants oder Einkaufsmöglichkeiten. Auch der ein der andere frei zugängliche Apfelbaum und Brombeerbusch finden sich auf der interaktiven Karte, die bereits über 120 Einträge enthält. Wichtig war den Entwicklern aber auch, dass die Freiburger ihre eigenen „Geheimtipps“ in die Datenbank eintragen, und so untereinander teilen können. Diese und viele andere praktische Funktionen der App, rund ums gute Essen, wurde den FreiburgerInnen im Rahmen einer Abschlussveranstaltung übergeben.cost of food logo

Am 22.2.2014 fand eine Diskussionsrunde mit hochkarätigen Teilnehmern statt. Unter den Gästen waren Ulrich Hoffman (Vereinte Nationen), Stephanie Wunder (Ecologic Institut EU), Jürgen Fechter (KfW Bank) und Fabian Kern (GartenCoop), die einen Blick in die Zukunft wagten. Was sind die Schritte auf dem Weg zu einem fairen und nachhaltigen Ernährungssystems? Und welche Rolle spielt jede Einzelne auf dem Weg dort hin?

Hinter dem Projekt verbirgt sich eine vielfältige Gruppe von 28 Studierenden aus 22 verschiedenen Ländern, in der alle größeren Kulturkreise vertreten sind. Aus dieser Vielfalt erklärt sich der integrative Ansatz den die Gruppe in ihrem Projekt verfolgt: Den Bick fürs Ganze, oder „the whole picture“, wie es ihr Slogan verrät. Zwei der 28, Mark Heuer und Philipp Gassner stecken hinter der App – einfach mAppetizing.

www.CostofFood.org

 

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